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Text- und Dokumentexport: Variablen und Bedingungen

Mit Bedingungen und Variablen können die Ausgabemöglichkeiten im Text- und Dokumentenexport flexibler gestaltet werden. Mit Hilfe von Variablen lässt sich z.B. die wiederholte Ausgabe identischer Informationen wie dem Künstlernamen unterdrücken und eine Vorlage übersichtlicher gestalten.

Anwendungsbeispiel: Wiederkehrende Angaben in Exporten vermeiden

In einer Variable beliebigen Namens, etwa artist, kann z.B. der Künstlername, der zum aktuellen Werk gehört, zwischen­gespeichert werden. Beim nächsten Werk kann dann anhand dieser Variable über eine Bedingungen geprüft werden, ob auch dieses Werk vom gleichen Künstler stammt, so dass der Künstlername nicht erneut ausgegeben werden muss. Nach der Prüfung wird die Variable für den nächsten Durchlauf aktualisiert.

Vorlage:
[#assign artist = ""] (die Variable ist leer)
[#list bworks as w]
[#if artist != w.ArtistFirstLast] (Prüfung)
${w.ArtistFirstLast}
[/#if]
${w_index + 1}. ${w.Title}, ${w.Year}
[#assign artist = w.ArtistFirstLast] (update)
[/#list]
Beispielausgabe:
Künstler 1
1. Werktitel, Jahr
2. Werktitel, Jahr (gleicher Künstler: Ausgabe unterdrückt)
Künstler 2
3. Werktitel, Jahr
Künstler 3
4. Werktitel, Jahr

Werte für Variablen vergeben

Variablen kann man sich als Platzhalter vorstellen, deren Inhalt man in der Vorlage selber definieren, jederzeit aktualisieren und ausgeben kann.

Sie können an jeder Stelle einer Exportvorlage festgelegt werden, wobei ein ein beliebiger Name verwendet werden darf. Wenn in einer Vorlage eine Variable mehrmals mit dem gleichen Namen definiert wird, wird die bereits bestehende Variable einfach mit dem neuen Wert aktualisiert. Im exportierten Dokument werden später alle Definitionen entfernt.

Mit dem Schlüsselwort #assign in eckigen Klammern wird die Variable definiert, wobei ein Name für die Variable vergeben und ihr mit einem Gleichheitszeichen (=) ein Wert zugewiesen wird.

[#assign VariablenName = "Wert der Variable"]

Achtung: In der Regel ist der Wert ein Text, der dann in Anführungszeichen stehen muss; wird jedoch eine Zahl benötigt, etwa für Grössenvergleiche, steht diese ohne Anführungszeichen, auch Tausendertrennzeichen (10.000) sind hier nicht zulässig!

Variablen in Bedingungen verwenden

In Bedingungen kann die Variable dann einfach über ihren Namen verwendet werden:

[#assign MaxPreis = 50000]
[#if w.PriceNetValue gt MaxPreis ]
Preis auf Anfrage
[#else]
${w.PriceNet}
[/#if]

Im Beispiel wird für Preise über einem (gt, greater than) vorgegebenen Wert (50000) nur noch „Preis auf Anfrage“ ausgegeben.

Tipp: Wenn Sie eine oder mehrere Variablen in Ihren Vorlagen je nach Aufgabe immer mal wieder anpassen möchten, sollten Sie sie gleich zu Beginn der Vorlage definieren. Auf diese Weise können Sie z.B. je nach Messe den Maximalwert für den Preis in Ihrer Vorlage jederzeit ändern, ohne dass Sie in der Vorlage erst suchen müssen.

Variablen an Stelle von Platzhaltern verwenden

Variablen können auch direkt ausgegeben werden; damit kann man z.B. einen sehr langen komplizierten Platzhalter wie w.IPriceBaseCurrencyNetValue zunächst in einer Variable mit einem kurzen Namen (net) abspeichern und diese dann in der Vorlage statt dessen verwenden. Damit kann die Lesbarkeit von Vorlagen gerade in Tabellen mit vielen Spalten und wenig Platz erhöht werden. Wie bei Platzhaltern üblich wird der Name der Variable zur Ausgabe mit einem vorgestellten Dollarzeichen und in geschweiften Klammern geschrieben:

[assign net = w.IPriceBaseCurrencyNetValue]
Preis EUR: ${net}